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Der Berner Pianist Mike Goetz gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Schweizer Jazzmusikern, insbesondere der traditionelleren Stilrichtungen. Der von Fats Waller, Teddy Wilson, Jelly Roll Morton und Nat King Cole gleichermassen beeinflusste Pianist mit einer starken Vorliebe für den Harlem Stride Stil konnte sich dank zahlreicher Auftritte im In- und Ausland, der Zusammenarbeit mit vielen internationalen Jazzgrössen sowie der Produktion von einigen von den Hörern wie von der Fachpresse gleichermassen gelobten Tonträgern einen Namen machen, der weit über die Landesgrenzen hinausgeht.



Goetz wurde 1956 geboren und wuchs in Bern auf, wo er am Konservatorium, an der Swiss Jazz School sowie an der Universität (Musikwissenschaft) seine musikalische Ausbildung erhielt. Er spielte bei unzähligen Schweizer Formationen von New Orleans bis Bop. Heute leitet er eigene Bands – etwa sein Trio, sein All Star Sextet, die Festival Teachers All Stars sowie das Michel Weber-Mike Goetz Swingtet – und spielt bei den Swing Makers des Klarinettisten Martin Sterchi mit. Seit einigen Jahren arbeitet er zudem mit den Creole Clarinets der beiden Klarinettisten Thomas L´Etienne und Uli Wunner zusammen.
Auf Tourneen und Schallplattenaufnahmen begleitete er viele der Grossen des Jazz wie etwa Clark Terry, Peanuts Hucko, Bob Wilber, Harry „Sweets“ Edison, Warren und Allan Vaché, Randy Sandke, Doc Cheatham, Harry Allen, Scott Hamilton, Dan Barrett, Bill und John Allred, um nur ein paar zu nennen. Zudem arbeitete Goetz mit der Crème de la Crème des europäischen traditionellen Jazz: Humphrey Lyttelton, Bob Kaper, Roy Williams, Oscar Klein, Bert de Kort, Menno Daams, Robert Veen, Rod Mason, Dany Doriz, Colin Dawson, Gregor Beck, Charly Antolini, Patrick Artero, Danny Moss, Huub Jansen, Thomas L´Etienne, Marc Lafferière u.v.a. Zudem gehört Mike Goetz zu der ganz kleinen Gruppe auf Piano-Duos spezialisierter Pianisten; zu seinen Duo-Partnern gehörten unter anderen Ralph Sutton, Neville Dickie, Keith Nichols, Henri Chaix, Buddha Scheidegger, Jon Marks, Tom Roberts, Paul Asaro, Brian Holland, Martin Litton und Olivier Lancelot.




Besondere Höhepunkte in seiner Karriere waren Tourneen durch die ehemalige DDR (1992, mit Oscar Klein), nach Fernost (1992, mit Bert de Kort), nach England (1997 und 1998), nach Holland (1997, 1999, 2001, 2004, 2005, 2009, 2012), nach Oesterreich (2002 und als Solist 2014 ), Dänemark (2003) sowie eine längere Gastspielreise mit einer international besetzten Big Band unter der Leitung von Peanuts Hucko und Dan Barrett durch Deutschland und die Schweiz (1992). 2001 wurde er als Solist ans bekannte Jazz Festival Breda (Holland) eingeladen. 2006 unternahm er eine lange Tournee mit der Wild Bill Davison Legacy Band durch Deutschland, Oesterreich und die Schweiz. 2008 gastierte Goetz mit der Legacy in Schottland an den Jazzfestivals von Nairn und Edinburgh. 2009 folgte eine lange Tournee mit dem Allan Vaché Sextet durch Deutschland, die Schweiz und Oesterreich, 2011 eine Konzertreihe in der Schweiz und Deutschland mit Bill Allred und 2012 eine Tour nach Deutschland und Holland mit Robert Veen und Brooks Tegler.

Neben seinen Auftritten findet Goetz auch Zeit zum Unterrichten. Zusätzlich zu seiner Lehrtätigkeit an einer Musikschule ist er insbesondere tätig als Leiter des mittlerweile international bekannten „Traditional Jazz Workshop Lenk“, ist Veranstalter des wohl weltweit einzigen regelmässig stattfindenden „Stride Piano Workshops“ sowie musikalischer Leiter des einzigartigen Stride Summit Meilen. Als Dozent wurde er an die städtische Musikschule „Korenhuis“ in Den Haag, die Kunstuniversität Graz und andere Musik- und Kulturinstitutionen eingeladen.

Mike Goetz hat über 40 Tonträger eingespielt, darunter vier Solo-CDs und Aufnahmen mit Charly Antolini, Hazy Osterwald, Neville Dickie und vielen anderen. Die CD "Mike Goetz Quartet: Swingin´ after midnight" wurde in die "Golden Apéro Dozen 2000" von Radio DRS 2 gewählt, die CD “Mike Goetz All Star Sextet: New Dimensions in Dixieland” wurde von renommierten deutschen Fachmagazin “Jazzpodium” als “einfach brillant” bezeichnet. Als Gast wirkte er zudem bei Tonträgereinspielungen von einigen der bekanntesten Schweizer Trad-Jazz-Bands mit, etwa bei den Harlem Ramblers, den Swiss Dixie Stompers und den Lake City Stompers.

2008 publizierte der holländische Jazzfachmann und Autor Gérard Bielderman in der Reihe Eurodisco eine Diskographie von Mike Goetz. Goetz ist einer von nur fünf Schweizer Einzelmusikern (die anderen sind Charly Antolini, Henri Chaix, Isla Eckinger und René Hagmann), die in diese renommierte Publikationsreihe aufgenommen wurden.



 
 
   

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